Hochspannungsmasten sind hohe Stahlkonstruktionen, die Hochspannungsleitungen im Stromnetz tragen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, elektrische Energie von Kraftwerken oder Umspannwerken über Freileitungen zu den Verbrauchern zu transportieren. Je nach Verwendungszweck lassen sie sich in Richtmasten, Zugmasten, Winkelmasten und andere Typen unterteilen. Die Höhe beträgt üblicherweise 20–80 Meter (Hochspannungsmasten) bzw. 80–150 Meter (Höchstspannungsmasten). Ihre Konstruktion besteht im Kern aus Stahlbauteilen wie Winkelstahl, U-Profilen und Stahlrohren, die durch Verschraubungen und Montage ein Rahmensystem bilden. Sie sind über lange Zeiträume den Witterungseinflüssen ausgesetzt (z. B. in Gebirgen, Ebenen, Küstenregionen oder Hochlagen) und müssen Wind-, Schnee- und Eislasten sowie Erdbeben standhalten. Gleichzeitig sind sie Korrosionsgefahren durch Medien wie Luft, Feuchtigkeit und Salz ausgesetzt. Daher gelten hohe Anforderungen an die Festigkeit und die Langzeitkorrosionsbeständigkeit der Stahlbauteile.